Stummfilmabend ein voller Erfolg

Das Technikmuseum und der KulturFlecken Silberstern haben eine engere Zusammenarbeit beschlossen. Das bekräftigten Alexander Fischbach und Friederike Schlebusch als deren Vertreter beim ersten gemeinsamen Projekt.
In der geräumigen Museumshalle fanden sich viele Mitglieder und Gäste ein, um eine ungewöhnliche Veranstaltung zu erleben. Auf großer Leinwand wurde der Charlie Chaplin Stummfilm „Modern Times“ vorgeführt, ein Protest gegen die maschinelle Versklavung des Menschen und ein Plädoyer für den Mut zur Freiheit und zum Glück.
1936: Chaplins trotziges Aufbegehren gegen die Übermacht des Tonfilms, den er dafür verantwortlich machte, dass die wertvollste Frucht der Stummfilmära, die Rückbesinnung auf die Kunst der Pantomime, wieder verloren ging. „Modern Times“, harte soziale Anklage, zarter Liebesfilm und vor allem: eine ungemein komödiantische Herausforderung.
Knapp die Hälfte der Besucher hatte den Film schon einmal gesehen. Aber alle – so schien es jedenfalls – ließen sich von der Komik hinreißen und vielleicht auch – das kann man so genau nicht überprüfen – von dem tiefen Ernst dieser Kunst beeindrucken, die auch heute noch, wie der Abend bewies, bei allen Altersgruppen und ganz unterschiedlichen Adressaten Sympathisanten finden kann.
Etwas ganz Besonderes: Hier konnte man den Stummfilm auch einmal mit Klavierbegleitung erleben, wie das in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gang und gäbe war. Ulrich van der Schoor, in solchen Aufgaben versiert, ließ sich vom dramaturgischen Konzept des Filmes produktiv inspirieren.
Das alles war schon ein bemerkenswertes Arrangement für den Auftakt der Kooperation zwischen Kulturflecken Silberstern und Technikmuseum. Kann man sich doch keinen geeigneteren Film an diesem Ort vorstellen, zumal die Technikfreunde, insbesondere Friedhelm Geldsetzer, es sich nicht nehmen ließen, die Maschinen anzuwerfen, wenn im Film die Räder anfingen sich zu drehen.
Um das noch zu toppen, begrüßte ein beinah echter Charlie Chaplin die Besucher bei ihrem Erscheinen und ließ sich’s nicht verdrießen, mit Melone, Stöckchen und Schraubenschlüssel immer wieder aufzutauchen, um so die Menschen daran zu erinnern, dass ein Teil der schönen Kunst eben (nur) schöner Schein ist.
Text: Dr. Knut Lohmann
 Es rumpelte und knatterte


Freudenberg,13.06.2011
Rund um das Technikmuseum Freudenberg rumpelten und knatterten die Motoren um die Wette. Als voller Erfolg zeigte sich das Adler Regionaltreffen am vergangen Wochenende, das der Adler Motor Veteranen Club veranstaltete. Als würdigen Veranstaltungsort wählten die Veteranen samt ihren Fahrern das Technikmuseum Freudenberg das mit seinem rauen Charme einen würdigen Rahmen bot.
Rund 20 historische Fahrzeuge der Marke Adler fanden sich auf dem Museumsgelände ein. Dazu zählten Wagen der 20er und 30er Jahre. Auch ein Adler Favorit fand den Weg nach Freudenberg. Nach einem geselligen Freitagabend starteten die Adler am Samstagvormittag zu einer ausgedehnten Ausfahrt. Die Teilnehmer hatten dabei so viel Spaß, dass die Zeit im Fluge verging. Mit knapp einer Stunde Verspätung trafen die Fahrzeuge um 16 Uhr auf dem Museumsgelände ein. Die Freude über das Eintreffen der Fahrzeuge war den Besuchern förmlich ins Gesicht geschrieben und so staunten Alt und Jung über die Fahrzeuge „Made in Frankfurt am Main“.
Am Sonntag konnten die Besucher dann von 10 – 12 einen letzten Blick auf die Fahrzeugparade werfen bevor die Teilnehmer die aus der gesamten Bundesrepublik angereist waren ihre Fahrzeuge auf den langen Heimweg starteten. So manch einer wagte sich, sein wertvolles Gefährt auf eigener Achse in die Heimat zu überführen.
Das die Adler wiederkommen, so waren sich die Verantwortlichen des Museums und des Adler Clubs einig, gilt als sicher. Das Technikmuseum ist kommenden Sonntag wieder regulär von 10 – 18 Uhr geöffnet.
 Erweiterung der Schmiede läuft auf Hochtouren

Freudenberg, 09.06.2011
Im vergangenen Jahr haben wir die Transmissionsanlage in der historischen Maschinenwerkstatt erweitern und weitere alte Maschinen angeschlossen. In diesem Jahr steht der Ausbau der Schmiede im Mittelpunkt. Unser Mitglied Johannes Neus, Kunstschmied aus Hilchenbach, baute ein zweites Schmiedefeuer mit elektrischem Gebläse ein. Das erste Feuer wird nach wie vor mit einem handbetriebenen Tonnengebläse angefacht, so wie es früher üblich war. Die Schmiede erhielt außerdem eine weitere Transmissionswelle, denn wir werden einen Schleifstein mit einem Durchmesser von ca. 1,5 m anschließen. Um die Transmissionsanlage der Schmiede losgelöst von der Transmission der historischen Maschinenwerkstatt laufen lassen zu können, werden wird beide Anlagen trennen und für die Maschinen der Schmiede einen eigenen Antriebsmotor einbauen.
Die Schmiede erhält im Laufe des Sommers einen zweiten Federhammer. Dieser ca. 80 Jahre alte Schmiedehammer der Fa. Kunz in Kronberg wird zur Zeit wieder flott gemacht. Dieser Hammer und der große Schleifstein wurden uns freundlicherweise durch Vermittlung von Herrn Ley vom Heimatverein „Oberes Johannland“ zur Verfügung gestellt.
Die Schmiede ist bei besonderen Veranstaltungen des Museums in Betrieb. Grundsätzlich kann jeder, der des Schmiedens mächtig ist, an den „normalen“ Sonntagen schmieden. Kohle wird gestellt. Wenn Sie schmieden lernen möchten, besuchen Sie einen der beiden Schmiedekurse, die in Kürze angeboten werden. (Näheres unter Veranstaltungen)
 Gruppenführungen für Kindergärten, Schulklassen, Gesangvereine, Feuerwehren Altenclubs………

Freudenberg, 09.06.2011
Viel zu wenig bekannt sind unsere Führungen auch während der Woche durch unser Technikmuseum. Näheres dazu finden Sie in der Rubrik Öffnungszeiten/Preise . Melden Sie sich telefonisch unter 02734 8090 an. 
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