Eine Veranstaltung aus der Reihe: Live in den Fabrikskes

Das Siegerland. Eine der ältesten Montanregionen Europas. Hier wurden vor über 2000 Jahren von den Kelten die ersten Eisenerze zu Tage gefördert und mit Hilfe primitiver Brennöfen das Eisen erschmolzen. Doch das aus dem Erzgestein zu einem Klumpen erschmolzene Roheisen war ohne weitere Bearbeitung nutzlos. Der Beruf des Schmiedes wurde geboren. In immer neuen Durchgängen zwingt er das glühende Eisen in immer neue Formen. Er entzieht auf diese Weise dem Roheisen nicht nur den Kohlenstoff, der es spröde und zerbrechlich macht, er ermöglicht auch die Verarbeitung zu jedem erdenklichen Gegenstand. Und wie fast immer in der Menschheitsgeschichte benötigten auch die Kelten das Eisen in erster Linie zur Herstellung von Waffen. Die lodernde Esse, deren Flamme die wunderlichsten Schatten an die Wände malt, das glühende Metall, die rußigen Gesellen. So stimmungsvoll und sagenhaft die Worte klingen, so sehr regte das Handwerk des Schmiedes die Phantasie der Menschen an. Die Sage von Wieland dem Schmied, die sich zum Teil im Siegerland zugetragen haben soll, zeugt noch bis heute davon. Die prächtigste Schmiedekunst und besten Waffen soll er geschaffen haben.

Das Technikmuseum Freudenberg widmet am 08. Juli 2018 von 10:00 bis 17:00 Uhr einen ganzen Tag lang dem Thema und veranstaltet ein großes Schmiedetreffen rund um das Museum. Vom Anfänger, der sich für die Arbeit mit Hammer und Amboss interessiert, über Messerschmiede, welche die Kunst der Herstellung des berühmten Damaszenerstahls beherrschen, bis hin zum Berufsschmied mit langjähriger Berufserfahrung gibt sich das gesamte Spektrum der Schmiedeszene am und im Technikmuseum Freudenberg ein Stelldichein. Ca. 25 Schmiede mit zehn Schmiedefeuern präsentieren ihr Können. Für die Besucher bietet sich die einmalige Gelegenheit, nah dran am Geschehen Fragen zu stellen oder auch einmal selbst den Schmiedehammer zu schwingen. Sind auch Sie Hobby- oder Berufsschmied? Dann melden machen Sie doch mit. Anmeldung unter Telefon 02734 3248 oder info@technikmuseum-freudenberg.de Für das leibliche Wohl ist wieder bestens gesorgt. Neben Bratwurst und Co. bietet auch das Schrauberstübchen wieder die Gelegenheit bei Kaffee und frischen Waffeln zu verschnaufen. Als besonderes Highlight präsentiert das Technikmuseum Freudenberg die Ausstellung „Jim Knopf, Urmel & Co. – 70 Jahre Augsburger Puppenkiste“ die auch an diesem Veranstaltungstag geöffnet ist.