Strömender Regen begleitete das große Ford Model A Oldtimertreffen am 23. September im und am Technikmuseum Freudenberg. Wer nun jedoch glaubt, die Veranstaltung sei damit ins Wasser gefallen der irrt. Gut dreißig der ursprünglich 50 angemeldeten Ford Model A Oldtimer fanden den Weg nach Freudenberg und bescherten nicht nur den Museumsverantwortlichen, sondern auch den knapp 800 Besuchern einen besonderen Tag inmitten vorzüglich restaurierten alten Blechs. Und das ist positiv zu verstehen.

Kurzerhand hatten die Museumsmacher aus Freudenberg die große Maschinenhalle soweit möglich ausgeräumt um den offenen Fahrzeugen einen trockenen Standplatz zu sichern. Vor über 90 Jahren brachte Henry Ford das Model A als Nachfolger des in die Jahre gekommenen T Modells (Tin Lizzy) im Dezember 1927 mit überwältigendem Erfolg als offizielle 1928er Baureihe auf den Markt kam. So entstanden von 1927 (1928) – 1931 weit über 4 Millionen Fahrzeuge in den unterschiedlichsten Aufbau- und Karosserievarianten.

Im und am Technikmuseum fanden sich denn auch neben offenen Roadstern und Tourern (Cabriolets), Coupes, zwei und viertürigen Limousinen und auch Nutzfahrzeuge auf Grundlage des Model A ein. Unterstützt und motiviert durch den Clubservice der Kölner Fordwerke, die Alt Ford Freunde e.V. und dem regionalen Ford Händler Autohaus Wahl aus Siegen wartete auf die Besucher des Technikmuseums ein interessantes und vielfältiges Programm. Besonders freuten sich die Verantwortlichen über das ganztägige und atmosphärisch-stilechte Programm. Dazu war neben der Schau der zahlreichen Oldtimer das gesamte Museum in Aktion: Schmiede führten mit gekonnten Hammerschlägen in der hauseigenen Schmiede Ihre Handwerkskunst vor. Die über 100 Jahre alte europaweit einmalige „Mechanischen Werkstatt“, angetrieben von einer Möller Dampfmaschine ließ erahnen wie es vor 100 Jahren in den Ford´schen Fabriken ausgesehen haben mag. An den über 250 Jahre alten Webstühlen führten die Weberinnen des Technikmuseums einen damals im Siegerland wichtigen Industriezweig vor.

Markus Neumann aus Berlin (The Ford Model A Restorer) ist spezialisierter Restaurator rund um das Model A. Er kennt sich bestens mit der Technik des beliebten Vorkriegsklassikers aus. Anhand eines fahrfähigen Ford A Fahrgestells ohne Karosserie erläuterte er den Besuchern die durchdachte Technik. Stets umringt von wissbegierigen Besuchern. Bis zum letzten Platz gefüllt war auch der im Obergeschoss des Museums platzierte Vortrag von Robert Bröhl, selbst passioniertem Ford Model A Fahrer und Kenner. Er beleuchtete die Geschichte rund um das A Modell. Ebenfalls mit von der Partie und sehr selten in Deutschland. Ein AA Lastwagen. Für die jungen und jung gebliebenen Besucher wurden die beliebten Modelldampfmaschinen, durch die Jugendgruppe des Museums in Aktion unter Dampf präsentiert. Bei Livemusik mit Dixieland-Sound kam selbstverständlich auch bei diesem Oldtimertreffen das leibliche Wohl nicht zu kurz. Das Team des Museumscafés „Schrauberstübchen“ verwöhnt die Teilnehmer und Besucher mit den berühmten Schrauberwaffeln und frischem Kaffee.